Über mich

Geboren und aufgewachsen im Mühlviertel hat mich Technik schon immer interessiert. Bereits in jungen Jahren, als ich das Duplo-Toolo-Werkzeug gegen einen echten Schraubenschlüssel getauscht habe, um die Stützräder vom Fahrrad selbst abzumontieren, zeigte sich meine Affinität zu allem Technischen. Diese technischen Raffinessen verschafften mir natürlich erhebliche Vorteile zu den jungen Burschen in der Nachbarschaft. Die Dinge verstehen zu lernen trieb mich immer schon an und was mir später als „Reverse Engineering“ beigebracht wurde, kannte ich schon länger als „zerlegen und schauen wie es funktioniert“.

Nach der Matura sollte dieser Wissensdurst auch auf akademischem Niveau gestillt werden. Es zog mich in die Bundeshauptstadt. Hier konnte ich die ersten theoretischen Grundkenntnisse an der Technischen Universität Wien erlernen. Nachdem der praktische Tatendrang, also das mittlerweile „Berechnen, Zusammenbauen, Schauen und Hoffen, dass es funktioniert“ allerdings weit über das ledigliche Berechnen auf den weißen A4-Zetteln des dortigen Universitätsalltags hinausreichte, lag der Wechsel zum praxisbezogenen Unterricht an der FH Technikum Wien sehr bald auf der Hand.

Neben dieser Laufbahn war es mir immer wichtig Ausgleich zum Schreibtisch oder der Werkstatt zu bekommen. Sport in all seiner Vielfalt spielt hier eine wichtige Rolle. Neben Großstadtklassikern wie verschiedenen Kursen und Bouldern, zog und zieht es mich in regelmäßigen Abständen in die Berge und ans Meer. Von Bergsteigen, Mountainbiken, Klettern, Klettersteige, über Paragleiten gibt es wohl wenige alpine Aktivitäten, die ich bis jetzt verpasst habe. Seit ein paar Jahren nutze ich Wind und Wetter nicht nur, um mit dem Gleitschirm für Stunden über die Berggipfel zu segeln, sondern auch mit Segelbooten über das Meer. Als Skipper kann ich mich hier nicht nur über diese faszinierende Fortbewegung erfreuen, sondern auch immer wieder in neuen Crewkonstellationen Teamfähigkeit fordern und auch fördern. Gerade das faszinierende Projekt „Friedensflotte Mirno More“ hat mir aber auch gezeigt, wie wichtig es ist, wertschätzend Menschen gegenüber zu sein, die unsere Welt anders wahrnehmen. Die spezielle Lebensfreude, die ich beobachten und mit meinen Mitteln sogar zeitweise erweitern konnte, ist für mich eine wichtige Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte.

Aber auch Tätigkeiten im Kulturbereich haben Sichtweisen über das „Berechnen und Zusammenbauen“ hinaus ermöglicht. Neben dem Studium hat meine Tätigkeit bei der Agentur HOANZL oder bei der Local-Bühne und dem Kino in Freistadt Kontakte zu Künstlern ergeben. Deren spezielle Sicht der Dinge und der Welt hat und wird mich zukünftig in meinem Beruf als Techniker immer begleiten.
Dass mich das Mühlviertel auch als Mitglied der örtlichen Blaskapelle in jungen Jahren in den Bann gezogen hat, sei nur so nebenbei erwähnt.
So wichtig und faszinierend die Technik für mich ist, so wichtig ist mir auch der Blick über den Tellerrand hinaus, weil ich glaube, dass dadurch ein enormer Input in meine Tätigkeit gegeben werden kann.